PASO SAN FRANCISCO

Als wir weiter Richtung Norden fuhren, bemerkten wir, dass wir auch einmal auf unserer eigentlichen „Traumstrasse“ unterwegs waren, der Panamericana. Doch leider ist diese, zumindest hier in Chile, recht langweilig und unspektakulär, sodass wir lieber zu schöneren Abzweigen greifen. Doch um „vorwärts“ zu kommen ist sie in Ordnung und wir sind erst bei Copiapa in Richtung Osten abgebogen, um über den Paso San Francisco nach Argentinien zu kommen.
Anders als beim Paso Agua Negro merkten wir hier das Klettern in die Höhe überhaupt nicht und erst der Blick auf´s GPS verriet uns, dass wir die 2500 Meter am Abend erreicht hatten. Also Zeit zum Akklimatisieren und Übernachten inmitten einer Maultierherde, die anscheinend besonderen Gefallen an Christoph´s Zelt gefunden hatten. Uns hat der Platz auch gefallen, war er doch zur sonstigen trockenen Atacama- Wüstenregion aufgrund eines Gebirgsflusses relativ grün.
Auf selbiger gut ausgebauter, langsam ansteigender Strasse ging es am nächsten Morgen weiter und beim Salar de Maricunga, dem südlichsten Salzsee der Atacama, erledigten wir die Grenzformalitäten. Fast 100 Kilometer weiter gab es ein Thermengebiet und ein lustiger Chilene bot uns das Bad in „seiner“ Anlage an. Nein danke, aber wir hatten schon genug Kreislaufbelastung mit der Höhe. Dafür hielten Mario und Christoph die Füße in nebenliegende, salzhaltige, kalte Lagune und verkrusteten sich Füße und Schuhe!
Noch einmal 25 km weiter befand sich die eigentliche Grenze auf der Passhöhe des San Fransico auf 4726 Meter und wir waren froh, von den in der Nähe stationierten Grenzbeamten zu hören, dass sie ebenfalls Probleme in der Höhe hatten. Während es bei den Jungs bei einem Brummschädel blieb, hat es mich mit richtigen Kopfschmerzen erwischt und es war, inzwischen wieder auf „normalen“ 1500 Metern, Pause, Schlafen und Übernachtungsplatz suchen und finden angesagt.
Der wurde nach dem Ort Tinogasta gefunden und es schien, als hätten wir eine Piste gewählt, dessen Ränder die Einwohner als Müllhalde benutzen. Wieder einmal sprang uns das nicht vorhandene Umweltbewusstsein der Südamerikaner in Auge und es ist zu hoffen, dass sich in der Hinsicht eine Menge tun wird. Hoffentlich!

Auf dem Weg zum PasoNachtquartierHeisse Quelle auf PasshoeheHier oben ist die Luft so duenn, dass man schwebtPasshoeheSchoene Abfahrt

Ein Kommentar zu “PASO SAN FRANCISCO”

  1. Monika und Otto

    Hi Ihr Beiden, treibt Euch also immer noch in der Welt herum. Wir sind am Samstag, den 30.06. gesund und glücklich wieder zu Hause in Bobingen angekommen. Endlich haben wir auch die Zeit gefunden, Euere Homepage zu lesen – und natürlich die wundervollen Bilder anzusehen.
    Euer Autoschicksal können wir ganz gut nachvollziehen. Wir hatten mit unserem WOMO einige Schäden und mußten sogar einmal einen neuen Trubo aus Deutschland einfliegen lassen. Aber Kopf hoch, wenn man dann zu Hause ist, ist natürlich alles gar nicht so schlimm gewesen. Wir wünschen Euch jedenfalls kräftigen Rückenweind, der Euch im September auch wieder in unser geliebtes Deutschland gesund und mit Auto zurück bringt.
    Herzlichst Moni und Otto (habt Ihr die Schiffsreise schon vergessen?)
    P.S. Wir haben in Baltimore unser WOMO zum Schiff gebracht. Es gab überhaupt keine Probleme. Das WOMO hat niemand kontrolliert.

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